

Von November bis Februar, wenn sich das Grün der Oliven ins Violett verwandelt, beginnen wir mit der Olivenernte. Dies geschieht in mühevoller Handarbeit, denn die steilen Hanglagen der Mani sind für den Einsatz größerer Erntemaschinen nicht geeignet.
Die Olivenbäume der Mani, und dass ist unser großes Glück, wachsen fast ausschließlich im 45° Winkel und werden so optimalem mit Sonnenlicht versorgt. Die Lichtqualität und der steinige Boden unseres Landstrichs sind mitverantwortlich für die Lebendigkeit und Besonderheit des Öls!
Die gemeinsame Arbeit im Hain, das Pflücken der Oliven und Schneiden der Bäume, durch das Füllen und Schleppen der Säcke entfacht jedes Jahr aufs Neue in uns der Wille, einer guten und kraftvollen Produktion. Der Herstellung von lebendigem Öl!
In dieser Jahreszeit laufen alle Mühlen fast Tag und Nacht auf Hochtouren. Und im ganzen Landstrich arbeiten die Menschen, von Sonnenauf bis Sonnenuntergang in den Olivenhainen. Um die beste Ölqualität zu erhalten dürfen zwischen ernten und pressen nicht mehr als drei Tage vergehen. Je frischer die Oliven verarbeitet werden, desto niedriger ist der Säuregehalt des Öles. Jutesäcke, schonender Transport und zügige Verarbeitung sind Grundvoraussetzungen für ein gutes Olivenöl.
Neben dem Ertrag unserer eigenen 1.ooo, rein biologisch behandelten Bäume, liefern Olivenbauern im Umkreis von etwa 2o km ihre Oliven in unsere Mühle. Für das Pressen erhalten wir den zehnten Teil ihres Öls. Auch wenn der Anteil an freien Ölsäuren bei Olivenöl erster Güteklasse, dem sog. Olivenöl nativ extra max. o,8 g pro 1oo g Öl betragen darf, kaufen wir das Öl der Bauern nur dann, wenn der Säuregehalt unter o, 3 g liegt.